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Unsere Große ist nun ein Schulkind. Ein Jahr hat sie darauf hingefiebert. Ihre Freundinnen kamen schon alle letztes Jahr zur Schule, nur Sie nicht, da sie nach dem Stichtag Geburtstag hat. Ein Jahr hat sie sich gefreut und viel gebüffelt. Sie fragte uns Löcher in den Bauch und wir mussten mit ihr die Buchstaben und Zahlen durchgehen. Sie wollte addieren und subtrahieren, sie wollte ganze Sätze buchstabiert haben usw. Zwischendurch mussten wir ihren Ehrgeiz ganz schön bremsen.

Sie hatte auch genaue Vorstellungen wie Ihre Einschulung sein soll. Sie wollte ein Kleid anziehen und ich sollte es nähen. Also suchten wir monatelang nach dem absoluten Traumkleid und fanden es bei AnniNanni das Kleid heißt passender Weise „Mädchentraum“ Es ist ein sehr aufwändiges Schnittmuster, da es aus vielen Teilen besteht, aber es lohnt sich. Ich habe es mit einem Innenbeleg und einem nahtverdeckten Reißverschluss genäht. Premiere! Vor dem nachtverdeckten Reißverschluss habe ich immer Angst gehabt. Dabei ist das mit dem richtige Nähfuß total easy. Den Stoff hatte die Große sich bei Stoffe Werning Bielefeld ausgesucht und ich muss zugeben, daß mir der Stoff auch gleich gefallen hat. Die Farben sind strahlend und auf Pferde stehen sowieso im Moment alle Mädels. Die Schultüte wollte sie allerdings kaufen, da sie unbedingt eine ganz bestimmte mit der Eiskönigin haben wollte. Allerdings hübschten wir diese noch mit einer silbernen Borte und Tüll auf. Der Name durfte natürlich auch nicht fehlen und so wurde dieser einfach mit Vinyl aufgeplottet. Auffüllen durfte die Patentante die Tüte und außer Süßigkeiten war darin auch noch ein super Sportoutfit. So chic war ich im Sportunterricht nie 🙂

Der Einschulungstag selber war sehr schön. Wir schmissen uns in Schale und mit der Familie und den Paten ging es erst zur Kirche. Danach war der feierliche Teil in der Turnhalle und anschließend gingen die Kinder in Ihre Klassen. Ich hatte so manches Mal feuchte Augen. Es war irgendwie komisch, dass das Kind einfach so mitging ohne nach Mama zu gucken. So groß, so selbständig…. aber irgendwann kommen nun mal die ersten Schritte weg von Mama und Papa. Und das ist auch gut so. Alles geht seinen Gang.

Nach der Feier in der Schule gingen wir alle zu uns nach Hause und grillten. Es war einer der heißesten Tage des Jahres und alle waren froh im Schatten sitzen zu können. Das Schulkind wurde reichlich beschenkt. Es gab viele Bücher, Stifte und allerlei schöne Dinge. Alle Nachbarn brachten Geschenke und auch die Kleinste bekam immer was. Alle waren rundherum zufrieden und nachdem am Abend alles aufgeräumt war und die Kinder schliefen, lag die Mama total kaputt auf dem Sofa und erinnerte sich an den Tag von Emilys Geburt. Fast sieben Jahre ist es schon her und mir geht das alles manchmal viel zu schnell.

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